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Erklärung "Gegen Diskriminierung im Fußball" |
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Die Unterzeichnenden dieser Erklärung verpflichten sich, sich im Rahmen ihrer Gruppen und Organisationen aktiv für die Umsetzung folgender Ziele einzusetzen:
Thematisierung aller Formen von Diskriminierung Wer Diskriminierung bekämpfen will, muss zunächst die Tatsache anerkennen, dass es im Fußball neben Rassismus auch andere Formen der Diskriminierung wie z.B. Diskriminierung von Menschen mit Behinderung, Antisemitismus, Islamophobie, Homophobie oder Sexismus gibt und dass jegliche Form der Diskriminierung immer Menschen betrifft, die Teil der Fußballwelt sind: Fans, SpielerInnen, TrainerInnen, BetreuerInnen, SchiedsrichterInnen usw.
Einführung von Antidiskriminierungsparagraphen in Stadionordnungen und/oder Vereinssatzungen Anfeindungen jeglicher Form betreffen jede/n im Fußball, nicht nur Frauen, Homosexuelle oder Andersgläubige. Daher werden nicht nur antirassistische, sondern antidiskriminierende Satzungsparagraphen in jede Stadion- und Vereinsordnung aufgenommen, in denen festgehalten ist, dass keine/r aufgrund ihrer/seiner sexuellen Orientierung oder Hautfarbe bzw. ihres/seines Geschlechts oder Glaubens diskriminiert werden darf.
Kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung Es genügt nicht, diesen Paragraphen lediglich einzuführen. Um darauf explizit hinzuweisen, sollte diese Einführung von aktiver Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Podiumsdiskussion, Flugzettel am Stadion, Stellungnahmen von SpielerInnen) flankiert werden. Dazu gehört ebenso eine kontinuierliche Aufklärung z.B. von TrainerInnen, SchiedsrichterInnen und BetreuerInnen sowie die Schulung von Sicherheitspersonal.
Unterstützung der Vielfalt des Fußballs Die Vielfalt im Fußball sollte als Selbstverständlichkeit präsentiert werden, indem regelmäßig über Frauenfußball, die Beteiligung von Schwulen und Lesben, Frauen, ethnischen Minderheiten usw. im Fußball berichtet wird. Gemeinsame Aktionen und Kooperationen mit migrantischen Vereinen, schwullesbischen Organisationen, Frauenfußballklubs, Frauenfanklubs usw. können ebenfalls zum Abbau von Vorurteilen beitragen.
Dokumentation von Diskriminierungen Diskriminierendes Verhalten und das Tragen entsprechender Symbole wird gemeldet und dokumentiert, damit sie untersucht werden können, um so Lösungsansätze zu erarbeiten oder/und Sanktionen gegen den/die ÜbeltäterIn bzw. die betreffende Einrichtung ergreifen zu können. Hierzu bietet sich die Ernennung einer/eines Diskriminierungsbeauftragten in den Vereinen/Organisationen an.
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Die "Erklärung gegen Diskriminierung" basiert auf dem Fünf-Punkte-Plan vom Bündnis Aktiver Fußball Fans (BAFF) und Football Against Racism in Europe (FARE), welcher 2005 verabschiedet wurde. In Vorbereitung auf den 1. Fankongresses des Deutschen Fußball Bundes (DFB) in Leipzig im Juni 2007 wurde dieser Plan vom Netzwerk Frauen im Fußball (F_IN) und der European Gay and Lesbian Sport Federation (EGLSF) überarbeitet und auf dem Kongress vorgestellt. Die Erklärung wird europaweit Vereinen und Organisationen zur Unterzeichnung vorgelegt. Auf der EGLSF Website werden die Unterzeichnenden dokumentiert. Darüber hinaus achtet die EGLSF darauf, ob einzelne Punkte der Erklärung umgesetzt werden. Ein Schwerpunkt der Arbeit der EGLSF ist die Thematisierung und Bekämpfung von Homophobie und Sexismus.
Unterschrieben wurde die Erklärung "Gegen Diskriminierung im Fußball" bisher von (Stand 28. Mai 2008):
Profi-Clubs und Fußball-Landesverbände 1. FC Köln 1. FC Union Berlin e.V. 1. FSV Mainz 05 e.V. 1. FFC Turbine Potsdam B.S.V. Grün-Weiss Neukölln e.V. Berlin Berliner FC Dynamo e.V. Berliner Fußball-Verband Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA Borussia VfL 1900 Mönchengladbach Deutsche Fußball Liga Deutscher Fußball-Bund FC Carl Zeiss Jena e.V. FC Energie Cottbus e.V. FC St. Pauli v. 1910 e.V. FFC Brauweiler Puhlheim FSV Frankfurt 1899 e.V. Fußball u. Leichtathletikverband Westfalen e.V. Fußballkreis Köln Fußball-Verband Mittelrhein Fußballverband Rheinland Hamburger Fußball-Verband Hamburger Sport-Verein e.V. Hertha BSC Nordostdeutscher Fußballverband SC 07 Bad Neuenahr SC Rot-Weiß Oberhausen e.V. SG Dynamo Dresden TuS Köln rrh. 1874 e.V. VfB Stuttgart 1893 e.V. Werder Bremen
Fußballvereine, Faninitiativen, Sportorganisationen DJK Schwarz-Weiß Neukölln e.V. Berlin F_IN Frauen im Fußball (Netzwerk) Fachvereinigung Fußball e.V. im Betriebssportverband Berlin + Brandenburg Fanbeirat Bayer 04 Lerverkusen Fanbündnis Pro-Fans Faninitiative "Bunte Kurve" FC Sachsen Leipzig MAKKABI Deutschland e.V. Racaille Verte Bremen (Ultragruppe Werder Bremen) Roter Stern NordOst Berlin SG Blau-Weiss Hohenschönhausen e.V. Berlin SV Kickers Hirschgarten e.V. Berlin Türkiyemspor Berlin
Politik und Wissenschaft Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen "Die Grüne Tulpe" Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Rat der Stadt Köln Institut für Soziologie der Universität Freiburg und Zentrum für Anthropologie & Gender Studies
Schwul-lesbische Vereine und Organisationen Andersrum Rut-Wiess, 1. schwul-lesbischer Fanclub des 1. FC Köln Bayer 04 Junxx, schwul-lesbischer Fanclub Bayer 04 Leverkusen Blaue Bengel Bielefeld Blue Pride, 1. offizieller Fanclub für schwule und bisexuelle HSV-Fans Bund lesbischer und schwuler JournalistInnen BLSJ Bundesverband LSVD Come-Together-Cup (Köln, Essen und Berlin) Hertha Junxx e.V. LAG Lesben in NRW LSVD Berlin-Brandenburg "Respect Gaymes" Maneo Meenzelmänner, offizieller schuwl-lesbischer Fanclub des 1. FSV Mainz 05 Queerpass St. Pauli QueerpassBayern, schwul-lesbischer Fanclub des FC Bayern München Rainbow-Borussen Dortmund SC Janus e.V. Köln Schwul-lesbischer FCK-Fanclub Queer Devils Seitenwechsel e.V. Berlin Stuttgarter Junxx e.V., 1. offizieller schwul-lesbischer VfB Stuttgart-Fanclub Supporter Karlsruhe Vorspiel e.V. Berlin Wildparkjunxx
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Die Queer Football Fanclubs sind die offiziell anerkannten schwul-lesbischen Fußball-Fanclubs. Mehr...
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