Kölns Trainer Christoph Daum würde einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge schwule Fußballprofis beim Coming-Out unterstützen. Bei der Auslosung zum Kölner Come-Together-Cup sagte er am Mittwoch in Köln: "Ich bin für das Coming-Out von schwulen Fußballern. Bei etwa zehn Prozent Homosexuellen in Deutschland kann sich jeder ausrechnen, dass es auch unter Fußballprofis schwule Spieler gibt. Wenn ein Profi zu mir käme und sich outen würde, würde ich ihn unterstützen!"
Daum weiter: "Wie das in der Mannschaft ankäme – unter uns wäre das wohl kein Problem. Sobald er dann aber in einem anderen Stadion spielt, ist er dann bei den Fans eine ‚schwule Sau‘ und spielt einen ‚schwulen Pass‘."
Daum sagte außerdem: „Das war immer eine absolute Bereicherung für mich. Schon in Istanbul hatte ich schwule Bekannte. Da gibt es eine illustre Schwulen-Szene – sensationell!“
Vor knapp einem Jahr hatte Daum in der DSF-Doku „Das große Tabu – Homosexualität und Fußball“ gesagt: „Da wird es sehr deutlich, wie sehr wir dort aufgefordert sind, gegen jegliche Bestrebungen, die gleichgeschlechtlich ausgeprägt sind, vorzugehen.“ Die Äußerung löste große Empörung aus, Daum sprach sich danach mit dem schwul-lesbischen Fanclub "Andersrum rut-wiess" aus und entschuldigte sich.
Come-Together-Cup-Veranstalter (und "Andersrum rut-wiess"-Gründer) Andreas Stiene wird in der Bild-Zeitung zitiert: „Manche werden das jetzt als fadenscheinig sehen. Auf mich hat Daum damals und auch jetzt den Eindruck gemacht, dass er tolerant und weltoffen ist.“