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Vortrag in Wiesbaden am 6. Juni |
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Sunday, 24 de May de 2009 |
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FRONTPAGE_NO_TRANSLATION_AVAILABLE Mit viel Körperkontakt geht es zu beim Fußball. Ein Klaps auf den Hintern unter Spielern ist völlig normal. Auf dem Feld und in der Tribüne wimmelt es von Männern. Und ausgerechnet dort sind Schwule fast unsichtbar. Kaum ein Stadion kommt ohne schwulenfeindliches Gegröle aus.
Nach wie vor gibt es keinen einzigen Profi-Fußballer, der sich zu seiner Homosexualität bekennt. Während ein echter Fußballer offiziell heterosexuell sein muss, gelten Spielerinnen fast kategorisch als lesbisch. Richtig Fußball spielen, dass können nur echte Männer!? Auf dem Rasen und in der Kurve werden die klassischen Testosteron-Tugenden ausgelebt.
Wo sonst in allen Bereichen des Lebens Gleichberechtigung gefordert wird, ist die Geschlechtertrennung in den meisten Sportarten nach wie vor selbstverständlich. Und wenn die deutsche Nationalfrauschaft Weltmeister wird, interessiert das kaum einen Menschen, während das ganze Land bereits im Schwarz-Rot-Goldenen Fahnenmeer erstickt, bevor die Männer das erste Vorrundenspiel der EM überhaupt beginnen. Was für eine merkwürdige Gesellschaft, in der all das offensichtlich so normal ist!
Gerd Dembowski, bekannt unter anderem durch seine Beiträge für taz und phase2, als Sprecher der Bündnisses Aktiver Fußballfans (BAFF) und durch sein Buch "Fußball vs. Countrymusik", wird in seinem Vortrag einige dieser Merkwürdigkeiten beleuchten. In der anschließenden Diskussionsrunde sollen dann weitere Fragen aufgeworfen und hoffentlich auch einige davon beantwortet werden. - 6.6. 2009: 21:00 Uhr: Schlachthof Wiesbaden:
- „Fußball, Homophobie und Gesellschaft“
- Vortrag mit Gerd Dembowski und anschließende Diskussionsrunde
- Eintritt frei
anschließend ab ca. 23:00 Uhr: Schlachthof Wiesbaden: „Offend Your Gender! Les-bi-gay-trans-hetero-party!“ mit Eve Massacre (Nürnberg/ Orchid-Party) und Leosa (Göttingen) Eintritt: 4 EUR Vortrag, Diskussion und Party sind das erste Projekt des "Politbüro Schlachthof Wiesbaden", einem Zusammenschluss aus MitarbeiterInnen des Schlachthofs, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den Schlachthof als politischen Ort zu erhalten und zu nutzen und das Geschehen in und um den Schlachthof kritisch begleiten. In eigenen Veranstaltungen und Kampagnen wird sich das Politbüro zukünftig öfter mit politischen Themen auseinander setzen. Unterstützt wird die Veranstaltung zudem vom Referat für politische Bildung des AStA der FH-Wiesbaden und dem Referat für politische Bildung des AStA der Uni Mainz.
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