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Erfolgreicher Aktionsabend gegen Homophobie in Stuttgart |
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Tuesday, 09 de June de 2009 |
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Im Rahmen des dritten Aktionsabend gegen Homophobie im Fußball, der am 5. Juni in Stuttgart stattfand, haben sich Vertreter aus Clubs und Verbänden ausdrücklich gegen Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit im Fußball ausgesprochen (von links nach rechts: Stefan Siller, SWR; Helmut Spahn, DFB; Erwin Staudt, VfB Stuttgart; Christian Müller, DFL).
Erwin Staudt, Präsident des VfB Stuttgart, der den Business-Bereich der Mercedes-Benz-Arena für den Abend zur Verfügung stellte, erklärte: „Fußball ist nicht nur weltanschaulich neutral, sondern auch für alle da.“
Er sei überrascht gewesen, dass seine diesjährige Schirmherrschaft des Christopher Street Day (CSD) in Stuttgart so große öffentliche Aufmerksamkeit erfahren habe. „Ich habe ernsthafte Briefe von Vereinsmitgliedern erhalten, das waren aber weniger als fünf“, sagte Staudt. Mehr als hundert Zuschriften hätten sich positiv über seine Schirmherrschaft geäußert.
Helmut Spahn, DFB-Sicherheitsbeauftragter und Leiter der Abteilung "Prävention und Sicherheit", stellte verschiedene Projekte und Maßnahmen vor, mit denen der DFB der Homophobie im Fußball etwas entgegensetzen möchte. So sei eine Aktion im Rahmen eines Länderspiels sowie eine bundesweite Aktion in den Stadien während der FARE-Aktionswoche geplant.
Außerdem schloss der DFB gerade ein Pilotprojekt ab, um zu prüfen was Vereine tun müssen und können, um eine "Zertifikation" im Kampf gegen Diskriminierung und Gewalt zu erhalten. "Das ist ein Weg, die Vereine auch mit dem Thema Homophobie zu konfrontieren", sagte Spahn. Der DFB sei sich aber auch bewusst, dass dieses Maßnahmenbündel nicht zu dem Ergebnis führe, "dass wir morgen nicht mehr darüber reden müssen".
DFL-Geschäftsführer Christian Müller bezog ebenfalls klar Stellung: „Es kann und darf nicht sein, dass Menschen, die einer Minderheit angehören und nicht dem gängigen Weltbild der Bevölkerung entsprechen, ins Abseits gestellt werden. Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und entschieden gegen Diskriminierung von Menschen oder Bevölkerungsgruppen vorzugehen und gleichzeitig ein Bewusstsein für Dinge zu schaffen, die nicht so im Fokus der Öffentlichkeit stehen“, so Müller. „Der Fußball hat eine integrative Kraft, die wir nutzen wollen und müssen.“
Es bestehe sowohl bei den Clubs als auch bei den Fans ein Interesse, mehr und mehr ein Bewusstsein zu schaffen, dass Homosexualität im Fußball eben kein Tabu-Thema sei – sondern genauso eines wie in allen anderen Lebensbereichen auch und das die um das Thema bestehende Aufgeregtheit eines nicht mehr so fernen Tages nachlassen werde.
Durch den Abend führte SWR-Moderator Stefan Siller („SWR 1 Leute“). Nach Berlin (2007) und Köln (2008) fand der Aktionstag in diesem Jahr in Stuttgart statt. Eingeladen hatten neben dem VfB Stuttgart die Deutsche Fußball Liga, der Deutsche Fußball-Bund, die European Gay and Lesbian Sport Federation und der schwul-lesbische VfB-Fanclub „Stuttgarter Junxx“. Unterstützt wurde der Abend durch das Projekt "am Ball bleiben".
Foto: Herbert Rudel (nicht zur allgemeinen Veröffentlichung freigegeben!)
Pressekontakt der schwul-lesbischen Fanclubs (QFF):
STUTTGARTER JUNXX e. V. 1. offizieller schwul-lesbischer VfB Stuttgart-Fanclub Christian Deker Vorstand und Pressesprecher E-Mail:
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Mobil: +49 (0) 175 2448983 http://www.stuttgarterjunxx.de
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