Willkommen Presse DFB unterstützt bereits Kölner CSD
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DFB unterstützt bereits Kölner CSD |
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Entgegen der Darstellung im DSF: Die schwul-lesbischen Fußball-Fanclubs werden sich am diesjährigen Christopher-Street-Day (CSD) in Köln mit einem eigenen Wagen und großer finanzieller Unterstützung des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) beteiligen.
Der Wagen unter dem Motto „Fußball ist alles... auch schwul“ soll den hunderttausenden Zuschauern am Straßenrand zeigen, dass Fußball und Homosexualität sehr wohl miteinander vereinbar sind. „Wir werden einen eher schwulen-untypischen, aber dennoch gewohnt CSD-typisch humorvollen Wagen haben“, sagt Organisator Andreas Stiene, Gründer des schwul-lesbischen FC Köln-Fanclub „Andersrum Rut-Wiess“. „Der Fußball wird klar im Vordergrund stehen.“
Die schwul-lesbischen Fanclubs freuen sich, dass der DFB sich an der Finanzierung von Dekoration und Banner beteiligt. „Wir sind dafür außerordentlich dankbar“, sagt Andreas Stiene. Der DFB setzt nach den vielen Zeichen in Richtung Fußball-Umfeld nun auch ein Signal in Richtung schwul-lesbische Community. Der Christopher-Street-Day in Köln ist das größte schwul-lesbische Straßenfest Europas. Die Parade startet am Sonntag, dem 6. Juli, um 12 Uhr. Laut Veranstalter kamen in den letzten Jahren jeweils zwischen 650.000 und 1.000.000 Gäste zur Parade. Offenbar waren über die Beteiligung des DFB am Christopher-Street-Day weder das DSF noch Fernseh-Moderator Thomas Hermanns im Bilde, der in der Reportage „Das große Tabu – Homosexualität und Fußball“ am Mittwochabend dem DFB vorgeschlagen hatte, sich doch auch einmal an einem CSD zu beteiligen. Die schwul-lesbischen Fanclubs begrüßen es, dass der DFB mit Dr. Theo Zwanziger an seiner Spitze in diesen Tagen selbst bekennende Schwule wie Thomas Hermanns links zu überholen scheint, der seinen Vorschlag offensichtlich für provokant und geradezu utopisch hielt. Christoph Daum, Trainer des 1. FC Köln, hat sich für seine Äußerungen in derselben TV-Dokumentation noch immer nicht entschuldigt. Daum hatte in Bezug auf Homosexuelle im Fußball gesagt: „Da wird es sehr deutlich, wie sehr wir dort aufgefordert sind, gegen jegliche Bestrebungen, die da gleichgeschlechtlich ausgeprägt ist, vorzugehen. Gerade den uns anvertrauten Jugendlichen müssen wir mit einem so großen Verantwortungsbewusstsein entgegen treten, dass gerade die, die sich um diese Kinder kümmern, dass wir denen einen besonderen Schutz zukommen lassen.”
Der schwul-lesbische FC Köln-Fanclub war über die Äußerungen entsetzt. Es sei verletzend, wenn lesbische und schwule Lebensweisen in den Zusammenhang mit dem sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen gestellt werden, sagte Fanclub-Sprecher Patrik Maas. „Dieser Vergleich stellt eine unerträgliche Kriminalisierung unserer Lebensweisen dar.“ Den Medien war in der Zwischenzeit allerdings zu entnehmen, dass sich Daum eventuell auf ein Treffen mit dem Fanclub einlassen möchte. Andersrum Rut-Wiess hofft, bei diesem persönlichen Gespräch die Vorurteile und Missverständnisse ausräumen zu können. Pressekontakt CSD Köln: Patrik Maas Andersrum Rut-Wiess, offizieller schwul-lesbischer FC Köln-Fanclub
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